Rahmenbedingungen
Meine Praxis wird als Privatpraxis geführt. Psychotherapie ist bei mir als Privatleistung möglich – für Selbstzahler*innen, privat Versicherte sowie im Rahmen der Beihilfe und der Heilfürsorge.
Eine direkte Abrechnung mit gesetzlichen Krankenkassen ist derzeit nicht möglich; eine Ausnahme bildet die Bahn-BKK.
Die Abrechnung psychotherapeutischer Leistungen erfolgt – abhängig vom Versicherungsstatus – nach der Gebührenordnung für Psychotherapeut*innen (GOP) bzw. im Rahmen der EBM-Abrechnung und basiert auf transparenten Honorarregelungen.
Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Abrechnungsmodalitäten finden Sie in den entsprechenden Menüpunkten.
Wie läuft eine Psychotherapie ab?
Erstgespräch
Im Erstgespräch lernen wir uns kennen. Sie haben Raum, Ihre Anliegen, aktuellen Belastungen und Erwartungen an eine Therapie zu schildern – in Ihrem eigenen Tempo und ohne etwas erzählen zu müssen, wofür Sie noch nicht bereit sind.
Gleichzeitig gebe ich Ihnen einen Überblick über meine Arbeitsweise, mögliche therapeutische Schwerpunkte sowie den organisatorischen Rahmen der Therapie. Ein wichtiger Teil des Erstgesprächs ist das gegenseitige Prüfen, ob eine Zusammenarbeit sinnvoll erscheint: ob Sie sich bei mir wohlfühlen, ob ich die richtige Therapeutin für Ihr Anliegen bin und ob ich Sie mit Ihrer Fragestellung fachlich gut begleiten kann.
Wenn wir uns eine Zusammenarbeit grundsätzlich vorstellen können, erfolgt eine ausführliche Aufklärung über den therapeutischen Prozess sowie die formalen Grundlagen (z. B. Behandlungsvertrag, Datenschutz, Abrechnung). Das Erstgespräch dient damit der Orientierung – fachlich wie persönlich – und ist keine Verpflichtung zu einer weiteren Therapie.
Probatorische Sitzungen
An das Erstgespräch schließen sich in der Regel 2–4 probatorische Sitzungen an. Diese dienen dazu,
Ihre Symptomatik genauer zu verstehen,
biografische Hintergründe einzuordnen,
diagnostische Einschätzungen vorzunehmen
und gemeinsam Therapieziele zu entwickeln.
Gleichzeitig vertiefen wir das gegenseitige Kennenlernen und prüfen erneut, ob eine therapeutische Zusammenarbeit für beide Seiten stimmig und sinnvoll erscheint.
Entscheidung für die Therapie
Nach Abschluss der probatorischen Sitzungen entscheiden wir gemeinsam, ob wir die Therapie fortsetzen möchten.
Je nach Versicherungsstatus wird die Therapie anschließend formal beantragt (z. B. bei privater Krankenversicherung, Beihilfe oder der Bahn-BKK). In der Regel werden zunächst 24 Sitzungen bewilligt.
Die Bearbeitungszeit kann – abhängig von der jeweiligen Stelle – mehrere Wochen in Anspruch nehmen.
Bei Selbstzahler*innen kann die Therapie ohne Unterbrechung fortgeführt werden.
Die therapeutische Arbeit
Die eigentliche Therapie beginnt meist mit wöchentlichen Sitzungen à 50 Minuten. In bestimmten Phasen können auch Doppelsitzungen sinnvoll sein.
Therapie ist ein Prozess – und Heilung verläuft nicht linear. Gerade zu Beginn kann es vorkommen, dass Symptome sich zunächst verstärken oder deutlicher wahrgenommen werden. Das ist oft ein Zeichen dafür, dass sich der Fokus verändert und Themen bewusst bearbeitet werden. Im weiteren Verlauf kommt es in der Regel zu mehr Klarheit, Stabilisierung und Veränderung – mit Höhen, Tiefen und Zwischentönen.
Verlängerung der Therapie
Gegen Ende der ersten bewilligten Sitzungen besprechen wir gemeinsam, ob weiterer Therapiebedarf besteht.
Ist dies der Fall, wird ein Antrag auf zusätzliche Sitzungen gestellt. Dafür verfasse ich ein anonymisiertes Gutachten, in dem der bisherige Verlauf und der weitere Behandlungsbedarf dargestellt werden.
In der Regel werden weitere 36 Sitzungen bewilligt (insgesamt also bis zu 60 Sitzungen). In Ausnahmefällen können darüber hinaus zusätzliche Sitzungen beantragt werden.
Abschlussphase
In den Abschlussstunden stehen Evaluation, Rückblick und Rückfallprophylaxe im Mittelpunkt. Die Sitzungsabstände werden meist schrittweise vergrößert (z. B. zweiwöchentlich, später vierwöchentlich), um die erarbeiteten Veränderungen im Alltag zu festigen und einen guten Übergang zu ermöglichen.
Der genaue Verlauf einer Therapie ist natürlich immer individuell – Dauer, Tempo und Schwerpunkte richten sich nach Ihren Bedürfnissen und dem gemeinsamen Prozess. Therapie ist kein linearer Reparaturprozess, sondern ein gemeinsamer Weg, der Zeit, Beziehung und Neugier braucht.

